Pieter Breugel, der Ältere - um 1525 vermutlich in Breda - 1569 in Brüssel, auch Brueghel, Breughel oder Breugel history menue Letztmalig dran rumgefummelt: 19.09.15 18:39:34
Bruegel, Pieter, der Ältere, auch Brueghel, Breughel oder Breugel, (um 1525 bis 1569), niederländischer Maler. Wegen seiner Vorliebe für bäuerliche Sujets wurde er auch Bauernbruegel genannt. Bruegel war Stammvater einer Künstlerfamilie, deren Mitglieder bis ins 17. Jahrhundert tätig waren.
Bruegels Malerei muss im Zusammenhang einer holländischen Kunsttradition gesehen werden, die seit Jan van Eyck im 15. Jahrhundert darum bemüht war, die Stilisierungen des Mittelalters durch eine realistischere Darstellung der Wirklichkeit zu überwinden. Dementsprechend malte Bruegel genau beobachtete Szenen des ländlichen Alltagslebens und verlegte biblische Motive in das Umfeld einheimischer Landschaften und Städte.
Pieter Bruegel wurde vermutlich in Breda geboren. Er war Lehrling von Pieter Coecke van Aelst in Brüssel und arbeitete später kurze Zeit in Malines. 1551 wurde er als Pieter Brueghels Mitglied der Malergilde in Antwerpen (er selbst schrieb seinen Namen bis 1559 Brueghel). Nach einer Italienreise (1552-1555) kehrte Bruegel nach Antwerpen zurück. 1563 heiratete er Maria Coecke van Aelst, die Tochter seines Lehrmeisters, und zog nach Brüssel, wo er bis zu seinem Tod am 9. September 1569 blieb. Seine beiden Söhne Pieter der Jüngere und Jan wurden selbst bedeutende Maler.
Bruegels Frühwerk besteht größtenteils aus Landschaftsbildern. Diesem Genre blieb er zeit seines Lebens treu. Eine Reihe panoramenhafter Landschaften, die während seiner Italienreise entstanden, dokumentieren Bruegels Gespür für die atmosphärische Darstellung der Natur. Aus dieser Zeit stammen auch in grandiose Landschaften eingebettete biblische oder mythologische Szenen. Die gleichen Qualitäten finden sich beim späteren, von den Stimmungen der Jahreszeiten geprägten Zyklus Monatsbilder, so bei Heimkehr der Jäger (1565, Kunsthistorisches Museum, Wien) und Heimkehr der Herde (1565, Kunsthistorisches Museum, Wien). Nach seiner Rückkehr aus Italien 1555 fertigte Bruegel regelmäßig Zeichnungen für Kupferstiche für den Antwerpener Verlag von Hieronymus Cock an. Neben Landschaftsbildern schuf er Stiche, die an Bruegels Vorbild Hieronymus Bosch gemahnen. Die phantastisch-monströse Kupferstichfolge Die sieben Todsünden (1557) gehört zu dieser Gruppe. 1559 malte Bruegel Die Sprichwörter (Stiftung Staatliche Museen, Berlin), eine figurative und szenische Veranschaulichung allgemeiner Redensarten. Zu dieser Zeit begann auch Bruegels Auseinandersetzung mit dem bäuerlichen Volksleben. So entstanden eine Reihe großformatiger Gemälde, etwa Der Kampf zwischen Karneval und Fasten (1559) und Kinderspiele (1560, beide Kunsthistorisches Museum, Wien). Allen diesen Bildern sind die kräftig-derbe Darstellungsweise und ein grotesker Witz eigen, der die menschlichen Schwächen karikiert. Spätere Beispiele für volkstümliche Sujets sind Bauerntanz und Bauernhochzeit, die zwischen 1566 und 1568 entstanden (beide Kunsthistorisches Museum, Wien).
1565 entstand ein Gemälde Bruegels, das das menschliche Scheitern ins Zentrum stellt: Der Turmbau zu Babel. Das darauf zur Schau gestellte architektonische Modell weist auf die Absurdität des Unternehmens hin: Verschiedene Baustile greifen ineinander und machen die babylonische Sprachverwirrung auf baumeisterlicher Ebene deutlich.

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