6.4. Binäre Codierschaltungen - Umcodierer -Codewandler - kurz: Coder (BCD-Codes) history menue Letztmalig dran rumgefummelt: 09.04.15 21:01:52
Coder sind logische Schaltungen, welche einen Eingangcode nach logischem Muster in einen Ausgangscode umwandeln - mit der die Darstellung von Daten allgemein verändert werden kann. Decoder sind also nur eine Teilmenge der Umcodierer - dies trifft begrenzt auch auf Multiplexer zu, denn auch diese sind streng genommen auch nur nur Umcodierer. In der Binärarithmetik, bei Digitalzählern, der Signalwandlung, der Datenübertragung oder auch einfach zur Interpretation von Eingangssignalen muss entsprechend umcodiert werden. Die gesamte Kryptographie ist nichts weiter als eine Umcodierung nach sehr komplexen Algorithmen über einen zu vereinbarenden Schlüssel.
1. Wichtige Binärcodes (BCD-Codes)
2. Codes und Codewandlung
3. Hamming Distance
4. Bauelementeliste
5. Komplexe Codewandlung
6. Verwandte Themen
7. Weblinks zum Thema

die Elektronikseiten

Schaltsymbol für Umcodierer

inhaltlich auf korrektem Stand - evtl. partiell unvollständig ;-)

Wissen für Fortgeschrittene der Informatik

Quellen:
Codes von Zählern Binärzeichen und Codewörter

In der Digitaltechnik entsprechen die Symbole „logisch 1" und „logisch 0" den Spannungspegeln oder Potentialen „High" und „Low", abgekürzt H und L. H und L werden als Binärzeichen und log. 1 und log. 0 als Binär- oder Dualziffern bezeichnet.

  Die Zuordnung

1 H und 0 L heißt positive Logik, 1 L und 0 H heißt negative Logik. Um von dieser Zuordnung unabhängig zu sein, verzichtet man auf die Dualziffern 1 und 0 und verwendet bei digitalen Schaltkreisen nur die Binärzeichen H und L. Dabei ist H immer dem näher an 5 Volt liegenden Potential und L dem näher an 0 Volt liegenden Potential zugeordnet.

  1. Der Ersatz von log. 1 und log. 0 durch H und L ist nicht korrekt, hat aber den Vorteil, dass mit H und L ein gewisser physikalischer Hintergrund erhalten bleibt. Streng genommen dürften Dualzahlen nur aus den Dualziffern 1 und 0 bestehen (und nicht aus H und L).
  2. Obwohl die Bedeutung der Begriffe „binär" und „dual" ziemlich gleich ist, hat sich eingebürgert, „binär" immer im Zusammenhang mit dem einzelnen Binärzeichen und „dual" für die aus mehreren Binärzeichen bestehende Dualzahl (Codewort) sowie für die daraus gebildeten Zahlensysteme (Dualsystem im Gegensatz zum Dezimalsystem) zu verwenden.

Mehrere Binärzeichen bilden ein Codewort. Die Zustandstabelle im Bild echte BCD-Codes enthält 5 Codewörter zu je 4 bit. Der Begriff Codewort ist gleichbedeutend mit Dualzahl. Jede Stelle eines Codewortes bzw. einer Dualzahl stellt: ein Bit dar.

Allgemeines über Zählercodes

Jeder digitale Zähler arbeitet nach einem bestimmten Code. Dieser ergibt sich aus der Reihenfolge, in der die Zählerzustände durchlaufen werden. Die feste Zuordnung zwischen Zählerzustand und der bis dahin eingelaufenen Impulsanzahl wird Code genannt. Der Zählercode besteht somit aus einer Tabelle (z. B. Bild echte BCD-Codes), die, von Null beginnend, jeder Dezimalzahl eine Dualzahl zuordnet und umgekehrt. Dabei bedeutet Dezimalzahl = Impulsanzahl und Dualzahl = Zählerzustand (oder Codewort).

Der Hauptvorteil dieses Dualsystems besteht darin, dass man nur die beiden Binärzeichen H und L benötigt, die sich elektrisch sehr einfach und störsicher realisieren lassen. (Beim Dezimalsystem sind es dagegen 10 verschiedene Zeichen bzw. Ziffern.) Die dem Dualsystem entsprechende Technik heißt Digitaltechnik. Sie kommt für alle Funktionen, Schalt- und Speicherglieder mit den beiden Potentialen H und L aus.
Ein Nachteil des Dualsystems ist, dass zur Darstellung einer Zahl wesentlich mehr Stellen als beim Dezimalsystem nötig sind. Dies ist eine Folge der niedrigen Stellenwertigkeit (Zweier- statt Zehnerpotenzen).

Beispiel:

Die Zahl 18 benötigt im Dezimalsystem 2 Stellen, als Codewort im Dualsystem dagegen 5 Stellen (5 bit). Durch den Aufbau des Zählers, d. h. die Art und Weise, wie Flipflopausgänge verknüpft und auf Flipflopeingänge zurückgeführt sind, werden Zählkapazität und Code festgelegt. Die Gesichtspunkte, nach denen man sich für einen bestimmten Zählercode entscheidet, können sehr verschieden sein.

  • leichte Ausführung von Rechenoperationen (Addieren, Subtrahieren, Multiplizieren usw.),
  • leichtes Erkennen von Fehlern,
  • bestimmte Wertigkeit der einzelnen Stellen, - optimale Ausnutzung des Nachrichtenkanals, - Sicherheit gegen zu leichtes unbefugtes Decodieren.
Für spezielle Zwecke lassen sich auch zeitlich variable Codes verwenden.
Wenn dagegen auf einfachsten Zähleraufbau mit wenig Zwischenverbindungen und Verknüpfungen oder auf möglichst schnell ablaufende interne Schaltvorgänge und damit maximale Zählfrequenz größerer Wert gelegt wird, dann spielt der sich dabei ergebende Code eine untergeordnete Rolle. In den meisten praktischen Fällen müssen Kompromisslösungen für mehrere Anforderungen gefunden werden.
Zur Unterteilung von Codes (Tafeln 12.1 bis 12.4-
Tetradische Codes

Ein 4-bit-Codewort ist eine 4stellige Dualzahl und heißt Tetrade. Deshalb nennt man 4stellige Codes auch tetradische Codes. Sie werden meist zur Codierung von Dezimalziffern und -zahlen verwendet.

BCD- oder dekadische Codes

Codes, die nur zur Codierung der Dezimalziffern 0 .. 9 benutzt werden, heißen dekadische oder BCD-Codes (BCD binär codierte Dezimalziffer). Der 8-4-2-1-Code ist der


1. Wichtige Binärcodes (BCD-Codes) history menue scroll up
Aiken-, Gray-, Johnson- oder Three-Access-Codes stehen hier nur stellvertretend für wichtige standardisierte Umwandlungsvorschriften. In diese Gruppe fallen aber auch alle modernen Codes der Zeicheninterpretation sowie fast der gesamte Bereich der Kryptologie.
Bewertbare 4-Bit-Codes

BCD-Codes (engl.: binary coded decimal) - auch tetradische Codes genannt - sind Zifferncodes, die jede Ziffer einer Dezimalzahl einzeln codieren. Um die zehn Dezimalziffern 0 ... 9 binär zu codieren, sind nach Gl. (4.2-1) 3,322 Stellen erforderlich. Da für die Anzahl der Stellen nur eine ganze Zahl in Frage kommt, werden vier Stellen zur binären Codierung der Dezimalziffern 0 ... 9 benötigt. Eine Einheit von vier Ziffernstellen bezeichnet man auch als Tetrade. Mit vier dualen Ziffernstellen lassen sich insgesamt sechzehn verschiedene Tetraden darstellen, von denen aber nur zehn zur Darstellung der Dezimalziffern 0 ... 9 benötigt werden. Die nicht benutzten Kombinationen der Tetraden werden auch Pseudotetraden genannt. Theoretisch ergibt sich eine Unmenge von Möglichkeiten, um mit Hilfe eines BCD-Codes die Dezimalziffern 0... 9 zu verschlüsseln, von denen jedoch äußerst wenige benutzt werden. Für Rechenoperationen kommen ausschließlich bewertbare BCD-Codes in Frage, so dass dadurch die Möglichkeiten eingeschränkt werden. Unter dieser Voraussetzung der Bewertbarkeit wird zur Darstellung der Dezimalziffern 0 ... 9 für die Wertigkeit der niedrigsten Stelle der Wert 1 und für die Summe der Wertigkeiten der vier Ziffernstellen mindestens der Wert 9 gefordert. Die Tabelle 4.2-4 zeigt einige gebräuchliche, bewertbare 4-Bit-BCD-Codes. Da alle BCD-Codes nur zehn der insgesamt sechzehn möglichen Kombinationen zur Darstellung der Dezimalziffeni 0 ... 9 benötigen, weisen sie entsprechend Gl. (4.1-1) eine Redundanz von R = ld (16/10) = 0,678 auf. Die gesamte Verschlüsselung einer Dezimalzahl eines BCD-Codes ergibt sich aus einer Aneinanderreihung der einzelnen Tetradenverschlüsselungen, die jeweils die Ziffer einer Dezimalstelle darstellen. Demnach lautet beispielsweise das Codewort für die Dezimalzahl 1894 im 8-4-2-1-BCD-Code: 0001100010010100. Die Tabelle 4.2-5 zeigt gebräuchliche, nicht bewertbare 4-Bit-BCD-Codes. Von diesen gehören der Glixon-Code, O' Brien-Code 1, O' Brien-Code 11 und der Tompkins-Code 1 zur Gruppe der einschrittigen BCD-Codes. Der BCD-Gray-Code ist kein einschrittiger Code wie der n-Bit-Gray-Code. Der Vergleich der benachbarten Codewörter 1101 und 0000 der Dezimalzahlen 9 und 0 zeigt, daß in diesem Fall die Hamming-Distanz D = 3 beträgt.
Beispiel 4.2-1
Gegeben sind die Verschlüsselungen der Dezimalzahlen 0 ... 9 eines BCD-Codes nach der Tabelle 4.2-6. Kann der gegebene BCD-Code als bewertbar bezeichnet werden? Wenn ja, geben Sie die Wertigkeiten WA, WB, WC, WD der Stellen A, B, C und D des Codes an.
Welche Mindest-Hamming-Distanz D.i„ weist der gegebene BCD-Code auf? Kann der gegebene BCD-Code als einschrittig bezeichnet werden?
Lösung:
Zur Entscheidung über die Bewertbarkeit des gegebenen BCD-Codes werden die nachfolgend berechneten Wertigkeiten der Stellen zunächst nur angenommen, bis sie bei allen Codewörtern ihre Bestätigung finden. Erst dann kann der BCD-Code als bewertbar bezeichnet werden. An Hand des Codewortes für die Dezimalzahl 3 wird angenommen, daß der Stellenwert WC = 3 beträgt. Die Dezimalzahl 2 berechnet sich als Summe der Stellenwerte WC und WA. Daraus ergibt sich der Stellenwert WA=- 1. An Hand des Codewortes für die Dezimalzahl 7 kann der Stellenwert WD = 7 angenommen werden. Die Dezimalzahl 5 ergibt sich als Summe der Stellenwerte WD und WB. Daraus berechnet sich der Stellenwert WB = - 2. Die Codewörter der Dezimalzahlen 0, 1, 4, 6, 8 und 9, die zur Bestimmung nicht benutzt wurden, müssen noch überprüft werden:
Dezimalzahl 0 = WC + WB + WA = 3 - 2 -l=0 Dezimalzahl 1 = WC + WB = 3 - 2 = 1 Dezimalzahl 4 = WD + WB + WA = 7 - 2 - 1 = 4 Dezimalzahl 6 = WD + WA = 7 - 1 = 6 Dezimalzahl 8 = WD + WC + WB = 7 + 3 - 2 = 8 Dezimalzahl 9 = WD + WC + WA = 7 + 3 - 1 = 9. Da sich für alle Codekombinationen die zunächst angenommenen Stellenwerte bestätigen, handelt es sich um einen bewertbaren BCD-Code mit den Stellenwerten: WD = 7, WC = 3, WB = - 2 und WA = - 1. Zur Bestimmung der Hamming-Distanz müssen jeweils aufeinanderfolgende Codewörter verglichen werden. Die Hamming-Distanz zwischen den Codewörtern der Dezimalzahlen 0-1, 2-3, 4-5 und 6-7 beträgt jeweils D = 1. Die Hamming-Distanz zwischen den Codewörtern der Dezimalzahlen 1-2, 5-6, 7-8, 8-9 und 9-0 beträgt D = 2. Zwischen den Codewörtern der Dezimalzahlen 3-4 ergibt sich sogar eine Hamming-Distanz D = 4. Die Mindest-Hamming-Distanz des gegebenen BCD-Codes beträgt demnach D„,in= 1. Da die Hamming-Distanz zwischen den benachbarten Codewörtern der Dezimalzahlen 1-2, 3-4, 7-8, 8-9 und 9-0 D:# 1 beträgt, ist der gegebene BCD-Code nicht einschrittig.

Code-Name

8-4-2-1
4 Bit BCD-Code

Aiken-Code

2-4-2-1
4 Bit BCD-Code

4-2-2-1
4 Bit BCD-Code

White-Code

5-4-2-1
4 Bit BCD-Code

Stellenwert 8 4 2 1 2 4 2 1 2 4 2 1 4 2 2 1 5 2 1 1 5 4 2 1
Dezimalwert  

0

0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0

1

0 0 0 1 0 0 0 1 0 0 0 1 0 0 0 1 0 0 0 1 0 0 0 1

2

0 0 1 0 0 0 1 0 0 0 1 0 0 0 1 0 0 0 1 0 0 0 1 0
3 0 0 1 1 0 0 1 1 0 0 1 1 0 0 1 1 0 1 0 1 0 0 1 1
4 0 1 0 0 0 1 0 0 0 1 0 0 0 1 1 0 0 1 1 1 0 1 0 0
5 0 1 0 1 1 0 1 1 0 1 0 1 0 1 1 1 0 1 0 1 1 0 0 0
6 0 1 1 0 1 1 0 0 0 1 1 0 1 0 1 0 1 0 0 0 1 0 0 1
7 0 1 1 1 1 1 0 1 0 1 1 1 1 0 1 1 1 0 1 1 1 0 1 0
8 1 0 0 0 1 1 1 0 1 1 1 0 1 1 1 0 1 1 0 1 1 0 1 1
9 1 0 0 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 0 0

Gebräuchliche bewertbare 4-Bit-Codes

Code-Name

Stibitz-
Code

BCD-Gray-
Code

Glixon-
Code

O'Brien-
Code I

O'Brien-
Code I

Tompkins-
Code

Dezimalwert  

0

0 0 1 1 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 0 0 0 0

1

0 1 0 1 0 0 0 1 0 0 0 1 0 0 0 1 0 0 1 1 0 0 0 1

2

0 1 0 1 0 0 1 1 0 0 1 1 0 0 1 1 0 0 1 0 0 0 1 1
3 0 1 1 0 0 0 1 0 0 0 1 0 0 0 1 0 0 1 1 0 0 0 1 0
4 0 1 1 1 0 1 1 0 0 1 1 0 0 1 1 0 0 1 0 0 0 1 1 0
5 1 0 0 0 1 1 1 1 0 1 1 1 1 1 1 0 1 1 0 0 1 1 1 0
6 1 0 0 1 0 1 0 1 0 1 0 1 1 0 1 0 1 1 1 0 1 1 1 1
7 1 0 1 0 0 1 0 0 0 1 0 0 1 0 1 1 1 0 1 0 1 1 0 1
8 1 0 1 1 1 1 0 0 0 1 0 0 1 0 0 1 1 0 1 1 1 1 0 0
9 1 1 0 0 1 1 0 1 1 0 0 0 1 0 0 0 1 0 0 1 1 0 0 0

Gebräuchliche nicht bewertbare 4-Bit-Codes

Prüfbare Codes

Codes mit einer Redundanz ermöglichen die Prüfbarkeit bzw. sogar die Korrigierbarkeit der verwendeten Codewörter. Sie eignen sich daher besonders zur Datenübertragung, bei der ein oder mehrere Bitfehler entstehen können, um die empfangenen Codewörter zumindest auf Fehler überprüfen bzw. korrigieren zu können. Für die Bestimmung, ob ein Code prüfbar ist, wird ein 1-Bit-Fehler, d. h. die Verfälschung einer Ziffer 0 eines Codewortes in die Ziffer 1 bzw. einer Ziffer 1 eines Codewortes in die Ziffer 0 während der Übertragung, herangezogen. Ein Code ist demnach prüfbar, wenn ein 1-Bit-Fehler, der bei der Übertragung aufgetreten ist, erkannt werden kann. Die Prüfbarkeit setzt demnach voraus, dass sich die Codewörter eines prüfbaren Codes zumindest in zwei Ziffernstellen unterscheiden. Die Mindest-Hamming-Distanz aller Codewörter untereinander muss demnach mindestens Dmi„= 2 betragen. Unterstellt man die Möglichkeit mehrerer auftretender Fehler während der Übertragung eines Codewortes, so berechnet sich allgemein die Anzahl der erkennbaren Fehler F eines prüfbaren Codes in Abhängigkeit von der Mindest-Hamming-Distanz Dmin zu:
F=Dmin- 1. (4.2-2) Besitzt demnach ein Code eine Mindest-Hamming-Distanz Dmin= 1, so handelt es sich um einen ungesicherten Code, der nicht prüfbar ist. Ein Codewort eines ungesicherten Codes wird bereits durch einen bei der Übertragung auftretenden 1-Bit-Fehler in ein anderes Codewort verfälscht, so dass eine Überprüfung auf einen Fehler unmöglich ist. Ein Code mit einer Mindest-Hamming-Distanz Dmi„ = 2 ist auf einen 1-Bit-Fehler prüfbar, da ein Codewort durch einen bei der Übertragung auftretenden 1-Bit-Fehler in ein Datenwort verfälscht wird, welches als Codewort nicht zugelassen ist. Dadurch kann der Übertragungsfehler zwar erkannt, aber nicht korrigiert werden. Da bei einer Mindest-HammingDistanz D.i. = 2 das fehlerhafte Datenwort aus nicht nur einem Codewort, sondern aus mehreren Codewörtern entstanden sein kann, ist eine Korrektur nicht möglich. Besitzt ein Code dagegen eine Mindest-Hamming-Distanz Dn,in= 3, so kann ein 2-Bit-Fehler, der bei der Übertragung in einem Codewort auftritt, erkannt und ein 1-Bit-Fehler sogar korrigiert werden, wie die Gl. (4.2-2) zeigt. Je größer allgemein die Mindest-Hamming-Distanz ist, um so mehr Übertragungsfehler innerhalb eines Codewortes können erkannt bzw. sogar korrigiert werden.

Beispiel

Zur Sicherung einer Datenübertragung soll ein prüfbarer 4-Bit-Code verwendet werden. Es kann davon ausgegangen werden, dass auf der Übertragungsstrecke nur ein 1-Bit-Fehler innerhalb eines Codewortes auftreten kann. Ein Codewort des 4-Bit-Codes ist bekannt; es lautet: 0000. Geben Sie alle Codewörter des 4-Bit-Codes an. Beim Empfänger wird das fehlerhafte Datenwort 1110 empfangen. Aus welchen Codewörtern könnte es durch einen 1-Bit-Fehler bei der Übertragung entstanden sein? Kann das fehlerhafte Datenwort korrigiert werden?

Lösung:

Damit ein Code bei einem 1-Bit-Fehler prüfbar ist, muss seine Mindest-Hamming-Distanz Dmin 2 sein. Da das Codewort 0000 bekannt ist, sind alle Datenwörter, die untereinander eine Hamming-Distanz D 2 aufweisen, als Codewörter zugelassen: 0000, 0011, 0101, 0110, 1001, 1010, 1100, 1111. Zwischen diesen Codewörtern ergibt sich damit eine Hamming-Distanz D = 2 bzw. zwischen den Codewörtern 0000 und 1111 sogar D = 4. Das durch einen 1-Bit-Fehler verfälschte Datenwort 1110 ist entweder aus den zugelassenen Codewörtern 0110, 1010, 1100 durch eine Verfälschung der Ziffer 0 in die Ziffer 1 oder aus dem zugelassenen Codewort 1111 durch eine Verfälschung der Ziffer 1 in die Ziffer 0 entstanden. Das fehlerhafte Datenwort 1110 kann auf Grund der Mindest-Hamming Distanz Dn, in = 2 nicht korrigiert werden. Zur Korrektur ist bei einem 1-Bit-Fehler eine Mindest-HanuningDistanz Dn,in= 3 erforderlich.

 

Grafische Darstellung des Binärcodes

echte BCD-Codes

Liste der wichtigsten BCD-Codes

Liste der wichtigsten Bit-erweiterten-Codes

 

The Mother of Tetraed Codes - der HEX-Code

der 8-4-2-1-Code (Standard Sedesimal-Code oder auch HEX-Code)

der Exzess-3- oder auch Stibitz-Code

der Gray-Code

der 1 aus 10-Code

der 2 aus 5-Code

der Aiken-Code

der Johnson-Code auch Libaw-Craig-Code

Biquinär-Code

Baudot-Code

 

der unscheinbare WHITE-Code

kaum beachtet - aber vorhanden: die BCD codierten Dezimalzahlen

Spezial-Uhr nach ELEKTOR Heft Januar 2007 S. 50

  • ASCII-Code

  • ANSI-Code

  • UNICODE


2. Wandlung von Dezimalzahlen in Binärcode history menue scroll up
Coder sind logische Schaltungen, welche einen Eingangcode nach logischem Muster in einen Ausgangscode umwandeln. Decoder sind also nur eine Teilmenge der Umcodierer - dies trifft begrenzt auch auf Multiplexer zu, denn auch diese sind streng genommen nur Umcodierer.

Hier werden alle Signale, welche als Bitmuster für die jeweilige Dezimalzahl aktiviert werden soll, ODER-verknüpft. Bei 0 darf keines, bei 15 müssen alle Bits aktiviert werden.

  • das Bit 20 (also 1) soll aktiviert werden bei 1, ODER bei 3, ODER bei 5, ODER bei 7, ODER bei 9, ODER bei 11, ODER bei 13, ODER bei 15

  • das Bit 21 (also 2) soll aktiviert werden bei 2, ODER bei 4, ODER bei 6, ODER bei 7, ODER bei 10, ODER bei 12, ODER bei 14, ODER bei 15

  • das Bit 22 (also 4) soll aktiviert werden bei 4, ODER bei 5, ODER bei 6, ODER bei 7, ODER bei 12, ODER bei 13, ODER bei 14, ODER bei 15

  • das Bit 23 (also 8) soll aktiviert werden bei 8, ODER bei 9, ODER bei 10, ODER bei 11, ODER bei 12, ODER bei 13, ODER bei 14, ODER bei 15

Dezezimal zu Binär Umcodierer 1 aus 8

Dezimal zu Binär Umcodierer 1 aus 16 mit ProfiLab 2.0

Dezimal zu Binär Umcodierer 1 aus 16 mit ProfiLab 2.0 zum Download


3. Hamming-Distance
Der Hamming-Abstand, die Hamming-Distanz und das Hamming-Gewicht, sind Maße für die Unterschiedlichkeit digitaler Daten und so grundlegende Begriffe der Codierungstheorie, benannt nach dem Mathematiker Richard Wesley Hamming (1915–1998).
Der Hamming-Abstand zweier Blöcke von binären Daten mit fester Länge (so genannter Codewörter) kann ermittelt werden, indem man beide in binärer Form schreibt, diese Bit für Bit vergleicht und die Stellen zählt, die ungleich sind. Rechnerisch lässt sich der Vergleich durch eine XOR-Operation und das Abzählen der resultierenden Einsen realisieren.
 
 

4. Bauelementelisten des ENCODERS
Klasse Bauelemente-Typ Funktion

74 - ; 74 LS; 47 HCT (CMOS)

74348 DEZIMAL zu BCD  ENCODER 1 aus 8 zu 3 Bit

elektrische Bauelemente-Übersicht Codewandler in verschiedenen Technologien


5. Komplexe Code-Wandlung history menue scroll up
Codewandlungen können grundsätzlich immer nach logischen Mustern aufgebaut und mit lediglich logischen Grundelementen realisiert werden. Ab einer bestimmten Mächtigkeit des Problems macht das aber keinen Sinn mehr, zumal bereits ein Schlüsselwechsel eine neue Logik erfordert.
René Rauschenbach's fiese Aufgabe ;-)
softwaregesteuerter Tastaturdecoder des LC-80

6. Verwandte Themen history menue scroll up
Codewandlungen stehen in der Praxis immer dann an, wenn Gerätekomponenten eingangs- und/oder ausgangsseitig einen Wechsel des Signalmusters erwarten oder benötigen. Defacto ist die Gesamtheit aller logischen Schaltungen nichts weiter als eine Codewandlung. Immer wird aus einem gleichen Input ein äquivalenter Output generiert.

Baudot-Code

Murray-Code

 

Tabelle des UNICODES

Kryptologie

Segmentbelegung für Anzeigen

möglicher Zeichensatz einer 7 × 5 Punkt-Matrix

DEMULTIPLEXER

D/A bzw. A/D-Wandlung

Datenübertragung

TTL-Liste

logische Arrays

EPROM-Logik

1 aus n-Decoder

Multiplexer

Bool'sches Aussagenkalkül

Parity-Generatoren

 

7. Komplexe Code-Wandlung history menue scroll up
Codewandlungen können grundsätzlich immer nach logischen Mustern aufgebaut und mit lediglich logischen Grundelementen realisiert werden. Ab einer bestimmten Mächtigkeit des Problems macht das aber keinen Sinn mehr, zumal bereits ein Schlüsselwechsel eine neue Logik erfodert.
Codes in der Übersicht und gut kommentiert
softwaregesteuerter Tastaturdecoder des LC-80


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© Samuel-von-Pufendorf-Gymnasium Flöha © Frank Rost im Januar 2000

... dieser Text wurde nach den Regeln irgendeiner Rechtschreibreform verfasst - ich hab' irgendwann einmal beschlossen, an diesem Zirkus nicht mehr teilzunehmen ;-)

„Dieses Land braucht eine Steuerreform, dieses Land braucht eine Rentenreform - wir schreiben Schiffahrt mit drei „f“!“

Diddi Hallervorden, dt. Komiker und Kabarettist

Diese Seite wurde ohne Zusatz irgendwelcher Konversationsstoffe erstellt ;-)