Lochkarten & Lochstreifen history menue Letztmalig dran rumgefummelt: 01.08.17 14:26:34

Lochstreifen dienten seit Mitte des neunzehnten Jahrhunderts der Darstellung und Speicherung von Daten auf langen Papier- oder auch Plastikbändern. Zunächst wurden sie in der Datenübermittlung durch Telegrafen eingesetzt. Morse-Punkte (kurze Signale) wurden dabei z. B. durch senkrecht übereinanderstehende Löcher, Striche (lange Signale) durch diagonal angeordnete Löcher kodiert (Wheatstone-Lochstreifen-Code).
Die heute noch bekannten Lochstreifen wurden als Speichermedium für Fernschreiber und Computer eingesetzt. Dazu wurde entsprechend dem eingesetzten Code nacheinander pro Zeichen eine das codierte Zeichen repräsentierende Lochreihe in den Streifen eingestanzt. Zu den Codelöchern kam pro Lochreihe noch ein kleineres Transportloch, das sowohl zur Synchronisation des Lochstreifens im Lesegerät als auch zu dessen Transport diente.
Eine Lochreihe mit n möglichen Lochpositionen erlaubt die Darstellung von 2n verschiedenen Zeichen. Verbreitete Codes waren der Baudot-Code mit fünf Lochpositionen für Fernschreiber, und ASCII mit acht (sieben plus Paritätsbit) Lochpositionen für Computeranwendungen.
Lochstreifen und ähnliche mechanische Speichersysteme wie Lochkarten waren vor dem Aufkommen magnetischer Speichermedien wie dem Magnetband die wirtschaftlichsten les- und beschreibbaren Datenträger. Aufgrund ihrer Robustheit, einfachen Handhabung und weiten Verbreitung werden Lochstreifen in geringem Maße noch heute eingesetzt. Im Computerbereich haben sie ihre Bedeutung allerdings verloren.
1. Zur Geschichte
2. Lochkarten
3. Der Baudot-Code
4. Murray verbessert ...
5. ISO-7-Bit-Code
6. ASCII-Code
7. Base64 & UU-Encoding
8. Verwandte Themen

Codes

Lochkarten & Lochstreifen

inhaltlich auf korrektem Stand - evtl. partiell unvollständig ;-)

Basiswissen der Informatik

Informatik-Profi-Wissen


1. Zur Geschichte history menue scroll up

Zurück geht die Idee des Einsatzes von Lochkarten auf das Konzept der Programmspeicherung für Webmuster nach Jaquard. Durch das Konzept von Herman Hollerith wurde die Lochkarte jedoch über fast 100 Jahre zum Datenträger schlechthin und erst durch den Lochstreifen weiter entwickelt, der heute noch begrenzt in bestimmten Bereichen Anwendung findet.

Lochstreifen auf WIKIPRDIA

CCITT


2. Lochkarten history menue scroll up

 

zum Lochkarten-Code


3. Der Baudot-Code history menue scroll up
Der Code Maria Stuarts war eine Mischung aus Chiffre und Codes, wobei er in sich und für seine Zeit ziemlich komplex war. Heute würden wir von einem mächtigen Algorithmus sprechen auch war der Schlüssel sehr sicher. Das Verfahren war jedoch monoalphabetisch und damit wiederum leicht angreifbar.

zum Baudot-Code

 


4. Murray verbessert ... history menue scroll up

Versuchte Baudot für seinen sehr erfolgreichen 5.Bit-Code mit Umschaltfunktion noch ähnlich dem Morse-Code, die häufigst benutzten Zeichen mit einfachen Bitmustern zu besetzen, erkannte Murray völlig zu recht, dass dies für die Fernschreiber überhaupt keinen Vorteil mehr bot und passte die Muster dem Binärcode an. Somit haben Baudot- sowie Murray-Code den gleichen Grundansatz, jedoch vollkommen verschiedenen Code tabellen.

zum Murray-Code


5. ISO-7-Bit-Code history menue scroll up

Er repräsentiert die ursprüngliche Idee der Umsetzung von Bitmustern auf Zeichen für die Telegrafie - wohlgemerkt im amerikanischen Raum. Sieben Bit und somit, wie leicht nachvollziehbar 128 mögliche Kombinationen reichen aus, um die 26 Großbuchstaben zuzüglich weiterer 26 Kleinbuchstaben mit 10 Ziffern und aller auf der englischen Tastatur ohne Umschaltfunktionen vorzufindenden Sonderzeichen darzustellen.
Spezielle Zeichen und Zahlencodes

ISO 7-Bit-Codes - theoretisch

ISO-7-Bit-Code technisch


6. ASCII-Code history menue scroll up

Zum ASCII-Code hat die Nachrichtentechnik über einige kleine Umwege gefunden, denn anfänglich ging das Bestreben danach, die Anzahl der Bitkombinationen klein zu halten. Claude Baudot verwendete 5 Bits mit entsprechenden Konsequenzen - es musste Umgeschalten werden zwischen Buchstaben und Ziffern. Auf 32 Kombinationen sind eben nicht 26 Zeichen und 10 Ziffern zu codieren.
American Standard Code for Information Interchange (ASCII, alternativ US-ASCII, oft [æski] ausgesprochen) ist eine 7-Bit-Zeichenkodierung und bildet die US-Variante von ISO 646 sowie die Grundlage für spätere mehrbittige Zeichensätze und -kodierungen.

ASCII-Code


7. UUE & Base64 - Code-Konvertierung history menue scroll up

Das eine ist das Verfahren mit der implementierten Grundidee, das andere ist die konkrete technische Umsetzung. Aus der UNIX-Welt stammt die ursprüngliche Idee der Code-Konvertierung und mittels Base64 steht das heutzutage faktisch überall im Hintergrund arbeitende technische Protokoll der Code-Konvertierung zur Verfügung.
Spezielle Zeichen und Zahlencodes

Base64 Code

UU-Encoding


8. Verwandte Themen history menue scroll up

Weitere technisch bedeutsame Codes sind hier nun aufgeführt - einige (z. B. der 3-Exzess-Code) sind in der Zwischenzeit faktisch zur Bedeutungslosigkeit zurückgestuft, andere, wie z. B. der Johnson-Code sowie seine technischen Weiterentwicklungen begegnen uns täglich tausendfach - mitunter natürlich ohne, das wir das bemerken.

der 8-4-2-1-Code (Standard Sedesimal-Code oder auch HEX-Code)

der Exzess-3- oder auch Stibitz-Code

der Gray-Code

der 1 aus 10-Code

der 2 aus 5-Code

der Aiken-Code

der Johnson-Code auch Libaw-Craig-Code

Biquinär-Code

der unscheinbare WHITE-Code



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© Samuel-von-Pufendorf-Gymnasium Flöha © Frank Rost am 15. Dezember 2010 um 16.49 Uhr

... dieser Text wurde nach den Regeln irgendeiner Rechtschreibreform verfasst - ich hab' irgendwann einmal beschlossen, an diesem Zirkus nicht mehr teilzunehemn ;-)

„Dieses Land braucht eine Steuerreform, dieses Land braucht eine Rentenreform - wir schreiben Schiffahrt mit drei „f“!“

Diddi Hallervorden, dt. Komiker und Kabarettist

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