1.6. Modelle und Modellbildung in der Informatik history menue Letztmalig dran rumgefummelt: 08.01.17 16:02:48

Modell eines Objektes O ist ein Objekt M, das als Abbild wesentlicher Eigenschaften und Beziehungen von Objekten durch ein Subjekt S eingesetzt und genutzt wird, um bestimmte Aufgaben lösen zu können, deren Durchführung mittels direkter Operation am Original nicht möglich oder zu aufwendig wäre.
Das entwickelte Modell hängt von der Frage- und Zielstellung der Untersuchung ab. Eine subjektive Sicht des Modellierens hat Einfluss auf den Abstraktionsprozess.

„Ein Bild ist ein Modell der Wirklichkeit.“

1. Definitionsversuch
2. Informatische Modelle
3. Modelle und Modellierung in der Informatik
4. Verwandte Themen

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begrenzt verwendbar - selbst aufpassen, ab welcher Stelle es Blödsinn wird ;-)

Basiswissen der Informatik

Wissen für Fortgeschrittene der Informatik

Quellen:
„Alle großen experimentalphysikalischen Entdeckungen entsprangen der Intuition von Männern, die freimütig Modelle benutzten, welche für sie nicht etwa Produkte ihrer Phantasie, sondern Repräsentanten realer Dinge waren.“

Max Born (1882 - 1970)


1. Definitionsversuche history menue scroll up

Der Versuch einer Definition kann nichts weiter sein, als aus dem Gesagten so etwas wie einen Extrakt herauszufiltern, was insofern schon schwer, da es sich jeweils schon um Kerngedanken und Leitbemerkungen handelt. Unter 2. gehen wir dieses dann an.
Ein Modell (eine Abbildungsverkürzung, Erweiterung der Problemstellung, eine Kontrastierung) dient dem Entwurf von auf  Zwecke konzentrieren Informatiksystemen. Durch Analogieschlussverfahren und Abstraktionsprozesse bezüglich dem Original (das sind auch alle gedachte Zusammenhänge) werden neue Erkenntnisse gewonnen - es wird so etwas wie ein neues Original geschaffen. Modelle sind die Zwischenergebnisse im Entwicklungsprozess, welche möglichst nicht an Software-Entwicklungsparadigmen sowie konkrete Umgebungen gebunden sein sollten. Die Problembeschreibungen oder auch Spezifikation (erste Abstraktion) aus einer Fachwissenschaft kann schon ein Modell enthalten, typischerweise schafft das Modell in der Informatik vom Informatiker geschaffen. kurz zusammengefasst:
  • in der Informatik ist ein Modell ein von Subjekten durch Abstraktion geschaffenes Abbild der realen Welt
  • Ziel des Modellierens in der Informatik ist es, ein konkretes Informatiksystem zu erzeugen oder zu durchdringen
  • der Einsatz dieses Informatiksystem wirkt auf die reale Welt zurück

Modell vom Modellbegriff ;-)


2. ... wir einigen uns auf eine Definition für die Informatik history menue scroll up

Das Problem besteht wohl auch darin, dass der Begriff sehr kompliziert sein kann. Wir versuchen an dieser Stelle korrekt in allen Bereichen, jedoch auf unterschiedlichem Anforderungsniveau zu arbeiten.

Basiswissen der Informatik

Modelle beschreiben einen realen Zusammenhang hinreichend und vereinfachen auf die Grundfunktion. Es handelt sich meist um idealisierte Vergrößerungen oder aber auch Verkleinerungen in Bezug auf das Original.

Wissen für Fortgeschrittene der Informatik

Ein Modell ist allgemein eine auf bestimmte Zwecke ausgerichtete vereinfachende Beschreibung der Wirklichkeit. In der wissenschaftlichen Theoriebildung ist ein Modell das Ergebnis einer abstrahierenden und Relationen hervorhebenden Darstellung des behandelten Phänomens. Ein Modell entsteht, wenn Elemente aus dem Phänomen abstrahiert und zu-einander in Beziehung gesetzt werden. Die Funktion des Modells besteht darin, aus den dargestellten Zusammenhängen Bedingungen und Prognosen bezüglich des Phänomens (oder Problems) ableiten zu können.

Informatik-Profi-Wissen

Golombs Merksätze zur Verwendung von Modellen

  1. Machen Sie sich keine Sorgen wegen der Erscheinungen im  33.  Stadium einer ersten Modellrechnung.  (Merksatz: Cum grano salis.)

  2. Extrapolieren Sie nicht über den Bereich hinaus,  für den das Modell gerade noch passt. (Merksatz: Spring nicht ins Nichtschwimmerbecken.)

  3. Wenden Sie keine Modellrechnung an, solange Sie nicht die Vereinfachungen, auf denen sie beruht, geprüft und ihre Anwendbarkeit festgestellt haben.  (Merksatz: Unbedingt Gebrauchsanleitung beachten.)

  4. Verwechseln Sie nie das Modell mit der Realität.  (Merksatz: Versuch nicht, die Speisekarte zu essen.)

  5. Verzerren Sie nicht die Realität,  damit sie zu Ihrem Modell passt.  (Merksatz: Wende nie die Prokrustesmethode an.)

  6. Beschränken Sie sich nicht auf ein einziges Modell. Um verschiedene Aspekte eines Phänomens zu beleuchten, ist es oft nützlich, verschiedene Modelle zu haben.  (Merksatz: Polygamie muss legalisiert werden.)

  7. Halten Sie niemals an einem überholten Modell fest.  (Merksatz: Es hat keinen Sinn,  toten Pferden die Peitsche zu geben.)

  8. Verlieben Sie sich nicht in Ihre Modelle.  (Merksatz: Pygmalion.)

  9. Wenden Sie nicht die Begriffe des Gegenstands A auf den Gegenstand B an,  wenn es beiden nichts nutzt.  (Merksatz: Neuer Wein in alten Schläuchen.)

  10. Unterliegen Sie nicht dem Irrglauben, Sie hätten den Dämon vernichtet,  wenn Sie einen Begriff dafür haben.  (Merksatz: Rumpelstilzchen.)


3. Modelle und Modellierung in der Informatik history menue scroll up
 

Bool'schen Aussagenkalküls

Schaltalgebra

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komplexer Mikrorechner mit Funktionsanalysator

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4. Verwandte Themen history menue scroll up
Überall ist es mir bisher eigentlich gelungen, zu den Verwandtschaften einen dummen Satz zu schreiben, welcher in etwa auch den Kern des Problems trifft - geht hier nicht - 's gibt keinen. Der Begriff ist derart zentral und so absolut unklar, dass es einfach keinen Blödsinn gibt, um ihn zu beschreiben. Und nun ist eigentlich wirklich alles irgendwie mit diesem Begriff verwandt.
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© Samuel-von-Pufendorf-Gymnasium Flöha © Frank Rost am 20. September 2008

... dieser Text wurde nach den Regeln irgendeiner Rechtschreibreform verfasst - ich hab' irgendwann einmal beschlossen, an diesem Zirkus nicht mehr teilzunehmen ;-)

„Dieses Land braucht eine Steuerreform, dieses Land braucht eine Rentenreform - wir schreiben Schiffahrt mit drei „f“!“

Diddi Hallervorden, dt. Komiker und Kabarettist